Das Lektorat

 

Ihr habt es geschafft – eure Geschichte ist fertig, ihr wollt sie veröffentlichen. Dafür gibt es heutzutage verschiedene Möglichkeiten. Vor allem sollte eure Texte vorher nochmal jemand anderes lesen. Gastautorin Melanie Schultz erklärt.

Lohnt sich ein professionelles Lektorat?

An der Frage, ob man ein Manuskript lektorieren lassen sollte, scheiden sich die Geister. Ein zuverlässiger, erfahrener Lektor hat seinen Preis. Ob das Geld gut investiert ist, hängt von der Art des Manuskripts ab. Handelt es sich um eine wissenschaftliche Arbeit, einen Roman oder lediglich aufgezeichnete Erinnerungen, die für die Familie bestimmt sind? Bei letzteren dürfte sich ein teurer Prüfer kaum lohnen.

Welche Leistungen bietet der Lektor?

Ein Lektor streicht nicht nur Rechtschreibfehler und grammatikalische Missgriffe an. Das ist Aufgabe des Korrektorats, welches bisweilen zusätzlich von Lektoren übernommen wird. Der Lektor kümmert sich um Aufbau und Logik der Geschichte. Drückt sich der Schreiber verständlich aus, ist die Geschichte gut lesbar? Er prüft das Manuskript auf inhaltliche Schwächen und Genauigkeit der Darstellung, beispielsweise auf verschiedenen Zeitebenen, erklärt das Autorenportal www.buchschreiben.com.

Welche Vorteile hat ein Lektorat?

Vom Lektor kann der Autor viel lernen. Der Lektor verbessert nicht nur die handwerkliche Qualität des Textes, sondern steigert vor allem die Absatzchancen des fertigen Buches. Er weiß, welche Präsentationsformen der Markt bevorzugt und kann einschätzen, ob dem Manuskript entscheidende Informationen fehlen. Idealerweise wird das Manuskript von einem Verlag angenommen, der das Buch auf eigene Kosten produziert, darin sind die Lektoratsleistungen bereits enthalten. Beim Self Publishing sollte der Autor wenigstens grobe Fehler und Ausdrucksschwächen korrigieren lassen. Das kann durch einen freien Lektor oder, wenn Geld gespart werden muss, durch einen belesenen Laien geschehen. Ob ein kostenloses Lektorat etwas bringt, muss jeder selbst entscheiden.

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