NachtregenRegen. Wassertropfen, die sich vom Himmel in Richtung Erde bewegen, auf dem Asphalt aufschlagen und dabei ein leises „Blobb“ verlauten lassen. Von vielen hierorts wenig begrüßt, sausen die Tropfen wie Bindfäden munter auf die nasse Straße. Es ist kalt draußen. Ich sitze im Warmen, gleich neben dem Fenster, und lausche. Beruhigend. Es ist fast Mitternacht. Das Licht der Straßenlaternen bricht sich in den Wassertropfen an der Fensterscheibe. Ich denke daran, wie ich letzten Sommer an einem heißen Tag bei Beginn eines Gewitters nach draußen ging und meine nackten Arme im strömenden Regen ausgebreitet habe – ein herrliches Prickeln auf der Haut, das ich jetzt immer noch spüren kann. Lächelnd ziehe ich die Vorhänge zu und freue mich, dass die Tage wieder länger werden.

2 Gedanken zu „Sommerregen im Winter

  1. Ich glaube, schon jeder hat einmal hinter der Fensterscheibe dem Regen zugeschaut.
    Du hast das aber sehr schön poetisch beschrieben, man kann sich richtig vorstellen,
    wie du da sitzt , zuschaust und deinen Gedanken nachgehst. Das Bild rundet alles noch ab.
    Danke.

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